Aktuelles

  
BBR-Auszeichnung - St. Georg Ausgabe 02/2017

Silbernes Verdienstabzeichen für Armin Dietrich

Der Pferdewirtschaftsmeister Armin Dietrich wurde im Rahmen einer feierlichen Adventsstunde im Reitinstitut Egon von Neindorff in Karlsruhe mit dem BBR-Verdienstabzeichen in Silber ausgezeichnet.

Die Neindorff-Stiftung möchte damit den langjährigen Einsatz ihres Pferdewirtschaftsmeisters Armin Dietrich für die Reiterei nach den klassischen Grundsätzen würdigen. Dietrich ist seit 2001 mit dem Reitinstitut von Neindorff verbunden und seit 2003

St_Georg_Ehrung_Dietrich.PNG

Pferdewirtschaftsmeister Armin Diet- rich (li.) freut sich über die BBR-Aus- zeichnung, die Axel Schmidt überreicht.

für Egon von Neindorff bis zu seinem Tod und danach für die Stiftung tätig.
Als Ausbilder vermittelt Armin Dietrich konsequent die Grundsätze der klassischen Lehre, wie sie von Neindorff vertreten und vorgelebt hat.
Er führt in seiner Dankesrede aus, dass für ihn der Pferdewirtschafts- meister einen der schönsten Berufe darstelle.

Artikel als pdf öffnen

Bericht auf der Webseite des Berufsreiterverbands

Foto: www.premium-images.de

Merken

Merken

Merken


Weihnachtsreiten 2016 - Die Tannenbaum-Quadrille

Ein festliches Bild bot sich den Gästen der Egon von Neindorff-Stiftung beim Jahresausklang

Beim traditionellen Weihnachtsreiten zeigten junge Reiter, was sie in den vergangenen 12 Monaten am Reitinstitut Egon von Neindorff-Stiftung gelernt haben. Dafür hatten die Reitlehrer Sabrina Müller, Axel Schmidt und Armin Dietrich, der erneut wortgewandt durch das Programm führte, abwechslungsreiche Schaubilder zusammengestellt, die die Arbeit repräsentativ abbilden.

Der eisige Winter ist in die denkmalgeschützte Halle zwar deutlich spürbar eingezogen, die zahlreichen Besucher haben sich jedoch gut dagegen gewappnet. Bei einem wärmenden Glühwein warten Familien, Vereinsmitglieder und Pferdefreunde gespannt auf den Beginn der Veranstaltung. „Joy to the World", gespielt von jugendlichen Reitern unter der Leitung von Eva Maria Landmann, sorgt für den weihnachtlich-musikalischen Einklang. Die fünf Musiker geleiten mit ihrem feierlichen Programm abwechslungsreich durch den Nachmittag und wissen mit Gitarre, Geige und Querflöte Füße zum Wippen zu animieren.

Weihnachtsreiten2016_Elisa_Walker_02.jpg
Passend zu „Jingle Bells" klingeln die Glöckchen auf den roten Nikolausmützen der sechs Mädchen, die die erste Reitgruppe bilden. In der festlich geschmückten Reithalle zeigen sie mit ihren drei Schimmeln und ebenso vielen jungen Rappen eine kleine Quadrille. Weihnachtsreiten2016_Elisa_Walker_03.jpgBesonders entzückend anzusehen sind im Anschluss die Kleinsten dieser Veranstaltung: Der Größe nach sortiert, ziehen die zehn Voltigier-Kinder mit ihrer Trainerin Sabrina Müller zu Kinder-Weihnachtsliedern in die Halle ein. Abwechselnd zeigen sie in Zweierpaaren ausbalancierte gymnastische Übungen wie Grundsitz, Fahne und Mühle auf dem Rücken von Haflingerstute Naima. Adventsstimmung beschert dann Shetland-Pony Tiger am langen Zügel, das zwischen vier aufgestellten Kerzen hindurch reitet.

Weihnachtsreiten2016_Elisa_Walker_04.jpg 
Noch einfallsreicher wird es bei der „Tannenbaum Quadrille", die das Highlight des bunten Nachmittags bildet. Cancano, Latino, Santana und Canissa ziehen mit ihren vier Reiterinnen zu Tschaikowskis Nussknacker-Suite Kreise und vollführen tänzelnde Übungen zu „O Tannenbaum", die für
begeisterten Applaus sorgen. Ebenso kreativ zeigen sich ihre Kostüme aus grünem Stoff samt Spitzhut und Leuchtelementen, die wie Weihnachtsbäume anmuten.

 

Borez_und_Donar.jpg 
Den krönenden Abschluss bildet schließlich eine ganz besondere Ehrung: Als Beauftragter des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes zeichnet Axel Schmidt seinen Kollegen und Freund Armin Dietrich für sein langjähriges intensives Engagement als Pferdewirtschaftsmeister und Ausbilder am Reitinstitut mit dem silbernen Verdienstabzeichen aus. Als dann auch noch der Weihnachtsmann samt Schlitten und Gabensack erscheint, stürmen sämtliche Kinder nach vorne und lassen sich wie jedes Jahr nach einem weihnachtlichen Ständchen gerne beschenken. Gemeinsam findet die Festivität bei Linzertorte, heißem Tee und gefüllten Pferdekeksen einen gemütlichen Ausklang.

Text: Elisa Walker
Fotos: Elisa Walker, A. Dietrich

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


Namensgebung unserer Reithalle am 10. Juli 2016

Seit dem Tod Egon von Neindorffs 2004 wünschten wir uns, dass eine Straße oder ein Platz nach ihm benannt werden würde. Bisher war uns das nicht gelungen.
Umso erfreuter waren wir, als der Gemeinderat unserem Antrag zustimmte, die denkmalgeschützte Reithalle in der Nancystraße wie folgt zu benennen:

REITHAUS EGON VON NEINDORFF

Brgermeister_Mentrup_hlt_Rede.jpg

Dieser "Geburtstag" wurde feierlich begangen am Sonntag den 10.7.16.

Herr Armin Dietrich begrüßte die Gäste in der voll besetzten Halle und gab einen Überblick über die Geschichte des Traditionshauses.
Der Oberbürgermeister der Stadt, Dr. Mentrup, hielt die Festrede.

Anschließend füllte sich das "Reithaus" mit all unseren Schulpferden, geritten von den vielen jugendlichen Reiterinnen, die hier in Ausbildung sind.

Auch die ganz Kleinen, die Voltigierkinder, zeigten ihre Künste auf der geduldigen Haflingerstute Nayma.

Axel Schmidt und weitere weit fortgeschrittene Reiter zeigten, bis zu welcher Schönheit Reiter und Pferd bei langjähriger Arbeit verschmelzen können, denn sie zeigten schwierigste Lektionen voller Anmut und Harmonie.

Bei einem kleinen Büffet im Vorraum tauschten unsere Gäste im Anschluss ihre lebhaften Erinnerungen an den großen Reitmeister aus.

Text: Ursel Hoss
Foto: Renate Höfferlin 

Morgenarbeit 2016

Traditionell fand auch in diesem Jahr wieder eine Morgenarbeit am Reitinstitut der Egon von Neindorff-Stiftung statt. Diese Veranstaltung möchte einen Einblick geben, wie sich die tägliche Arbeit mit den Pferden und Reitern am Institut gestaltet.


Den Auftakt machten 2 Warmblüter: die Wallache Lortzing, ein Hannoveraner und Ben, einem Oldenburger. Lortzing, ein weit ausgebildetes Pferd zeigte unter Herrn Axel Schmidt Lektionen bis zur schweren Klasse, wie z.B. Seitengänge, Pirouetten und fliegende Galoppwechsel. Ben, der noch am Anfang seiner Ausbildung steht (Remonte), präsentierte die Grundausbildung des Pferdes in allen 3 Gangarten.

Darauf folgten der Württemberger Wallach Landsmann und der in Rheinhessen gezogene Wallach Da Vinci. Beide Pferde zeigten mit Hilfe vom Boden aus die Anfänge der Piaffearbeit.

Capra.jpgZum ersten Mal stellte sich die Jungendfördergruppe des Hauses vor, welche vor etwa einem Jahr von Herrn Dietrich ins Leben gerufen wurde. 3 Jugendliche zeigten hier eindrucksvoll mit der Stute Unais eine Sitzlonge, die dazu dient, den unabhängigen ausbalancierten Sitz zu erlernen und zu verbessern.

Eine Besonderheit am Institut ist, dass neben Stuten und Wallachen auch Hengste gehalten werden. Zwei Hengste zeigten die Arbeit am langen Zügel, die schon lange Tradition am Reitinstitut hat.  

Marathon-Piaffe.jpg

3 Haflinger rundeten das Programm ab und zeigten, wie arbeitsfreudig diese Pferderasse ist. Vor allem Marathon glänzte in seiner unnachahmlichen Art mit der Piaffearbeit. Das Reitinstitut beherbergt, gemäß seiner Tradition, viele Pferderassen, unter anderem auch Lipizzaner. 3 Vertreter dieser Rasse wurden bei dieser Morgenarbeit präsentiert.  

Im Anschluss wurden 2 spanische Hengste und ein spanischer Wallach vorgestellt, die sich durch ihr Temperament und Ihre Ausdruckskraft in Szene setzten.  
  

Cancano-Courbette.jpg

Den Abschluss bildeten die „Schulen über der Erde". Hier zeigte Landsmann mehrere wunderschöne Kapriolen, die Stute Santana, welche noch am Anfang ihrer Ausbildung steht, präsentierte Levaden, und der Wallach Cancano verzauberte die Zuschauer mit Courbetten.

Musikalisch wurde die Veranstaltung umrahmt von der Gruppe Saxofonmafia, die in der Nordweststadt Karlsruhe ansässig ist. Herr Armin Dietrich moderierte die Veranstaltung in der gewohnten ruhigen und kompetenten Art. Er erklärte ausführlich Sinn und Zweck der unterschiedlichen Lektionen und wies vor allem immer wieder darauf hin, dass nicht die schnelle Abrichtung der Pferde im Vordergrund steht, sondern die naturorientierte individuelle Ausbildung jedes einzelnen Pferdes. Die Zuschauer bedankten sich mit viel Applaus und viel positiver Resonanz nach der Veranstaltung.

Text: Anja Maria Landmann
Fotos: Renate Höfferlin 

   

BNN Artikel Egon von Neindorff - Karlsruher Köpfe vom 17.11.2015
  

Karlsruher_Kpfe.jpg

Klicken Sie auf den Artikel, um ihn als PDF zu öffnen.

 

BNN-Artikel Festabend Klassischer Reitkunst - 10. Oktober 2015
 

Veranstaltung_Oktober_2015k.jpg

Klicken Sie auf den Artikel, um ihn als PDF zu öffnen.

 
Impressionen klassischer Reitkunst am 10. Oktober 2015

Wie in jedem Herbst fand auch dieses Mal wieder die Vorführung „Impressionen klassischer Reitkunst" in der Egon-von-Neindorff-Stiftung statt.

Den Anfang machte der Institutsleiter Herr Axel Schmidt auf seinem Hannoveraner Wallach Lortzing mit einer einhändig gerittenen Kür. Die Arbeit am langen Zügel hat schon eine sehr lange Tradition am Reitinstitut. Hier wurden der Lippizaner Hengst Maestoso Santa und der spanische Hengst Airoso vorgestellt. Das Besondere an der Arbeit am langen Zügel besteht darin, dass der abgesessene Bereiter lediglich eine Einwirkung auf das Pferd durch den Zügel, die Gerte und die Stimme hat. Dies setzt ein großes fachliches Können und ein großes Vertrauen zwischen Pferd und Bereiter voraus.
In einem weiteren Programmpunkt wurden die Füchse Da Vinci und Dante aus der rheinhessischen Zucht aus dem Hengst Donnerschlag von Donnerhall in allen 3 Grundgangarten in einem harmonischen Pas de deux unter dem Reiter vorgestellt. Danach wurde die Ausbildung von Remonten gezeigt, wobei der gekörte Karthäuserhengst Cordobess mit seiner sehr großen Ausdruckskraft unter dem Reiter Axel Schmidt vorgestellt wurde. Parallel dazu wurde auf Zorro, einem PRE-Wallach, eine Sitzlonge präsentiert, die im Reitinstitut einen sehr hohen Stellenwert haben, denn sie geben dem Reiter die Möglichkeit, einen unabhängigen Sitz zu erlernen.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in der Ausbildung der Pferde ist die Handarbeit. Hierbei können Lektionen wie die Piaffe, Passage, Courbetten, Levaden und Kapriolen erarbeitet werden. Mit dem Haflinger Wallach Marathon sowie dem Lippizaner Hengst Siglavy Slava wurde vor allem die Piaffe unter dem Reiter mit leichter Hilfe vom Boden aus vorgestellt. Man konnte hier den Eindruck gewinnen, das Pferd gehe bergauf.
Oct_2015_Murillo-Schmidt.jpgVon dem Württemberger Wallach Landsmann und dem spanischen Hengst Murillo wurden verschiedene Dressurlektionen bis in schwere Klassen unter dem Reiter vorgestellt.
Eine Besonderheit dieser Veranstaltung stellte die Vorstellung dreier Islandpferde dar. Die Stute Frekja und der Wallach Hemlir bezauberten das Publikum zunächst mit einem Pas de deux. Mit dazu kam in die Bahn der Hengst Alvitur, der mit einer Kür vorgestellt wurde und zeigte, dass auch diese relativ kleine Pferderasse über eine unglaubliche Ausdrucksstärke verfügt. Er zeigte ausgeprägte Trabverstärkungen, Piaffen und alle 3 Grundgangarten. Diese 3er-Gruppe avancierte dieses Mal zum absoluten Publikumsliebling.
Besonderer Wert wird in der Egon-von-Neindorff-Stiftung auch auf die Ausbildung der Schulen über der Erde gelegt. Hierbei wurden der Württemberger Wallach Landsmann mit einer wunderschönen Kapriole, Cancano – ein spanischer Schimmelwallach – mit tollen Courbetten sowie Aliado – ein PRE-Hengst – mit sehr guten Pesaden vorgestellt. Den Abschluss bildete das wunderschön gerittene Pas de trois mit Maestoso Santa, Cancano und Gina.
Oct_2015.jpgDie musikalische Umrahmung wurde wie bereits im Mai von dem Musiktrio Novantiqua und der Sopranistin Rosi Bechtold gestaltet, die in ihren wunderschönen historischen barocken Kostümen zu sehen waren. Herr Armin Dietrich moderierte in seiner bewährten ruhigen und überaus kompetenten Art die Veranstaltung und verstand es, den Zuschauern einen sehr guten Überblick über die Pferderassen und die einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten der Pferde zu geben. Die Zuschauer honorierten die Veranstaltung mit einem ausgiebigen Applaus und viel positiver Resonanz.

Text: Anja Maria Landmann, Fotos: Renate Höfferlin

 
Der Markgraf gibt sich die Ehre


Tanzgruppe_Caprice300.jpgAnläßlich des 300. Stadtgeburtstags von Karlsruhe fand in der Egon-von-Neindorff-Stiftung am 16.5.2015 ein besonderes Reitspektakel statt.
Unter dem Motto „Der Markgraf gibt sich die Ehre" wurden die Pferde von Reitern in barocken Kostümen vorgestellt, die musikalische Umrahmung übernahm die Musikgruppe Novantiqua. Die Tanzgruppe Caprice beeindruckte mit 8 Tänzerinnen und Tänzern in Kostümen der Barockzeit mit einigen typischen Tänzen. Beide Gruppen haben die barocke Zeit aufgegriffen und in sehr besonderer Weise präsentiert. Durch das Programm führte in exzellenter Weise der Hofmarschall, der von Herrn Armin Dietrich verkörpert wurde.

Moses-Schmidt300.jpgBei der reiterliche Darbietung begann der Markgraf – dargestellt vom Institutsleiter Herrn Axel Schmidt – mit dem Kladruber Generale Animosa mit einer zum Teil einhändig gerittenen Kür. Danach wurde mit einem spanischen Pferd eine Sitzlonge vorgestellt, die dazu dient, dass der Reiter einen unabhängigen Sitz erlernen kann, ohne sich auf die Hilfengebung konzentrieren zu müssen. Diese Form der Ausbildung wird schon sehr lange praktiziert. 

Der gekörte spanische Hengst Cordobess kam zeitgleich mit in die Bahn und wurde vom Markgrafen in einer ungewöhnlicher Ausdrucksstärke und Energie präsentiert. Landsmann-Kapriole500.jpg

Rosi_Bechtold.JPG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Programmpunkt waren die „Schulen über der Erde", wobei der Wallach Landsmann wunderschöne Kapriolen vollführte und Cancano, ein PRE-Wallach, eine sehr gekonnte Courbette. Besonders große Aufmerksamkeit legt das Reitinstitut der Egon von Neindorff-Stiftung auf die Handarbeit, welche unter anderem in der Arbeit am langen Zügel durch den Zweibrücker Wallach Donatello und den Lippzianer Hengst Maestoso Santa gezeigt wurde. Danach kamen in die Bahn der Lippizaner Hengst Slava sowie der Haflinger Marathon, die beide beeindruckende Piaffen vorführten, wobei Marathon wie immer zum Publikumsliebling avancierte. Stephanie_von_Baden90_01.jpgWie bei jeder Veranstaltung bildete die Quadrille, präsentiert vom Markgrafen und seinem Gefolge, den krönenden Abschluß.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der königlichen Hohheit Prinzessin Stephanie von Baden, die die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat. Die Zuschauer bedankten sich mit sehr viel Applaus und viel positiver Resonanz.

Text:  Anja Maria Landmann

 

Verpflichtendes Erbe: In Memoriam Egon von Neindorff

Am 1. November 2013 wäre Egon von Neindorff, Gründer des Reitinstituts in Karlsruhe und über 50 Jahre lang Verfechter und "Gralshüter" der klassischen, naturorientierten Reitweise, 90 Jahre alt geworden – Anlass für zahlreiche Freunde des Karlsruher Hauses, sich in der einmaligen Atmosphäre dieser Einrichtung zu treffen und ihres Lehrmeisters zu gedenken.

Elisabeth Tippel, Stiftungsvorstand der Reitinstitut-Egon-von-Neindorff-Stiftung, konnte zahlreiche "alte" und "neue" Karlsruher begrüßen. So waren unter anderem Ingrid Oehlert, langjährige rechte Hand Egon von Neindorffs, Stiftungsratsmitglied Dr. Gebhardt, Marbacher Landoberstallmeister i.R., mit Werner Braun ein "Mann der ersten Stunde" sowie die bekannte Pferdemalerin Renate Blank nach Karlsruhe gekommen. Eli Tippel erinnerte an die vielen schönen, anstrengenden, erhellenden und ab und zu auch deprimierenden, aber vor allem prägenden Stunden, die alle Gäste zum Teil über Jahre unter den strengen Augen des charismatischen Reitmeisters in dieser einmaligen Reithalle erlebt haben.

ECancano_Schmied_300.JPGin schweres Erbe galt es nach seinem Tod anzutreten – und es hat sich viel getan in den vergangenen zehn Jahren, nicht nur in baulicher Hinsicht. Keine Frage, dass weitere Sanierungen erneut finanzielle Herausforderungen mit sich bringen. Eine harmonische Zusammenarbeit prägt den Alltagsbetrieb, und neue Projekte wurden u.a. mit der Kooperation zwischen Stiftung und Werner-von-Siemens-Schule begonnen.
 

 

 

Lortzing_Schmidt_300.JPGDas Schauprogramm in der Halle bot einen Einblick in die tägliche Arbeit im Institut: Hausherr Axel Schmidt präsentierte eine einhändig gerittene Kür. Anschließend zeigten sich verschiedene Pferde, wobei ein wunderschön gesetzt, eifrig und taktklar piaffierender Haflinger zum Publikumsliebling avancierte. Erinnerungen an vergangene Zeiten weckte der kurze Auftritt von Prof. Ulrich Schnitzer, über lange, lange Jahre Teil der Festveranstaltungen mit der Langzügelarbeit, und seiner inzwischen 30-jährigen Valerie. Die Lipizzaner-Quadrille setzte mit ihren exakt gerittenen Figuren den reiterlichen Schlusspunkt.
 

Marathon_Schmied_Joana_300.JPGIngrid Oehlert hatte das Schlusswort und dankte der Stiftung und den Reitern für ihr Engagement. Viele "Ehemalige" fühlten sich beim Erklingen der Musik wohl wieder in die eigene aktive Zeit zurückversetzt ... Schon immer wurde der 1. November gefeiert, meist traf man sich nach dem sonntäglichen Musikreiten auf der Stallgasse – und nicht selten waren es weit mehr Gäste als erwartet.

Egon von Neindorff hat viele Menschen begeistert mit seiner Persönlichkeit, seiner Reitphilosophie und als Vorbild. Ihm ging es nicht um das Eindrillen von Lektionen, er suchte harmonische Einheit mit dem Pferd, wollte es verstehen lernen. Für ihn galten nur die Regeln der Natur – und das ist sicher sein wichtigstes Erbe. Ingrid Oehlert erinnerte noch einmal an zwei allgegenwärtige Leitsprüche Egon von Neindorffs: <<Lieber weniger, aber das Wenige gut>> und <<Niemals gegen die Natur>>. Schmunzelnd berichtete sie, dass selbst die Linde, die bei der Beerdigung von Neindorffs hinter seinem Grabstein gepflanzt wurde, kerzengerade nach oben gewachsen ist ...

Bei bester Verpflegung war anschließend noch viel Zeit für Begegnungen, die weidlich genutzt wurde. Viele Erinnerungen wurden ausgetauscht, Neuigkeiten zu  "Ehemaligen", die es weiter weg verschlagen hat, und Bilder machten die Runde.

Text: Karin Schweiger


Das Reitinstitut im Juni

Unsere Haflinger genießen sichtlich das morgentliche Quadrilletraining.

Haflinger2.jpgHaflinger1.jpg

Fotos: Prof. U. Schnitzer


Neue Lehrgänge - das sagen die Teilnehmer:

Erstmalig boten die Reitlehrer des Reitinstituts Lehrgänge an, die alle ausgebucht waren. Hier ein paar Rückmeldungen von Teilnehmern:

„Mir gefiel die ruhige und unaufgeregte Atmosphäre während des Unterrichts, der respektvolle Umgang mit Mensch und Tier."

„Das Ambiente des Reitinstituts ist einmalig. Das spürt man schon, wenn man in den Hof einbiegt: die alten Stallungen, die vielen Bäume und vor allem: diese traumhafte Reithalle!"

„Reiten hier bedeutet wirklich arbeiten: an sich, an seinem Sitz, an der ruhigen Hand, an der feinen Kommunikation mit dem Pferd. Leider wird einem dabei auch klar, dass das Lernen nie aufhört!"

„Das Reitinstitut ist einer der wenigen Reitställe, in denen die Klassische Reitlehre ganz und gar ernstgenommen und umgesetzt wird. Die Pferde gehen immer vor der Senkrechten, der Rücken schwingt. Keinerlei Gewalt wird gestattet."

„Vermutlich gibt es wenige Reitställe mit so vielen unterschiedlichen Schulpferden vom Haflinger bis zum edlen Lipizzaner" (Anmerkung: im Moment 22).